
Engineering und Steuerungsbau für Begleitheizungen
Engineering und Auslegung
Von der Wärmeverlustberechnung bis zum Schaltschrank: Pro Therm legt elektrische Begleitheizungen anhand Ihrer Prozessdaten aus und stimmt Heizkreise, Regelung und Überwachung auf den späteren Betrieb ab.
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Wärmeverlust und erforderliche Heizleistung
Zunächst wird ermittelt, welche Leistung erforderlich ist, um den Wärmeverlust unter den definierten Randbedingungen auszugleichen. Anschließend wird eine geeignete Heiztechnologie ausgewählt. Ziel ist nicht maximale installierte Leistung, sondern ein zuverlässiges, kontrollierbares und wirtschaftlich sinnvolles System.
Herstellerunabhängige Auswahl: Wir berücksichtigen Ihre technischen Vorgaben, bevorzugten Hersteller und Preisvorstellungen. Geeignetes Material kann aus der Eigenmarke Pro Therm oder von eltherm, BARTEC, RAYCHEM/Chemelex und Thermon stammen. Wir stimmen Ausführung, Leistungsumfang und Budget nachvollziehbar mit Ihnen ab.
Normenbezug (Stand 14.10.2026): DIN EN ISO 12241:2022-09 beziehungsweise ISO 12241:2022 enthält Berechnungsregeln für die Wärmedämmung technischer Anlagen, vorwiegend im stationären Zustand. Für eine Aufheizzeit werden zusätzlich Speicherenergie und zeitabhängiger Wärmeübergang bewertet.
Heizkreise und elektrische Auslegung
Je nach Projekt gehören Heizkreiseinteilung, Kabellängen, elektrische Lasten, Absicherung, Temperaturerfassung, Regelung und Anschlusskonzept zum Engineering. Einschaltströme, maximale Heizkreislängen und reale Montierbarkeit müssen zusammen betrachtet werden.
Normenbezug (Stand 14.10.2026): IEC/IEEE 62395-2:2024 behandelt Systemauslegung, Installation, Wartung und Reparatur außerhalb von Ex-Bereichen. Die weiterhin aktuelle deutsche Ausgabe ist DIN EN 62395-2:2014-12 (VDE 0721-54). Die jeweils vereinbarte Ausgabe gehört in die Projektunterlagen.
Ex-Engineering
Für explosionsgefährdete Bereiche müssen Zoneneinteilung, Temperaturklasse, zulässige Oberflächentemperaturen und geeignete Systemkomponenten aufeinander abgestimmt werden. Projektspezifische Standards und Kundenvorgaben fließen in die Auswahl ein.
Normenbezug (Stand 14.10.2026): Für Planung, Auswahl, Installation und Erstprüfung elektrischer Ex-Anlagen ist DIN EN IEC 60079-14:2026-02 (VDE 0165-1), auf Basis von IEC 60079-14:2024, einschlägig. Sie ergänzt die allgemeinen Anforderungen an elektrische Anlagen. Für elektrische Widerstands-Begleitheizung im Ex-Bereich sind international IEC/IEEE 60079-30-1:2025 und IEC/IEEE 60079-30-2:2025 relevant. DIN führt DIN EN 60079-30-1:2018-04 und DIN EN 60079-30-2:2018-04 weiterhin als aktuelle deutsche Ausgaben. Gerätegruppe, zulässiger EPL, Zündschutzart und Nachweise der konkreten Einheit bestimmen den Einsatz.
Dokumentation
Der Umfang kann Heizkreislisten, technische Berechnungen, Anschlussinformationen, Pläne, Materialübersichten, Prüfvorgaben und Projektdokumentation umfassen. Die Dokumente sollten so aufgebaut sein, dass Engineering, Montage und spätere Wartung dieselbe Informationsbasis verwenden. Für die spätere Prüfung sind eindeutige Heizkreiskennzeichnungen, Sollwerte, Fühlerpositionen und Zuordnung zu Stromkreisen besonders hilfreich. Änderungen während der Montage sollten in die abschließende Bestandsdokumentation übernommen werden.
Eine Heizkreisliste sollte erkennen lassen, welcher Rohrabschnitt zu welchem Einspeisepunkt, Fühler und Regelkanal gehört. Änderungen an Leitungslänge, Dämmstärke oder Temperaturziel werden mit dem betroffenen Heizkreis verknüpft. So bleibt nachvollziehbar, welche Berechnung der ausgeführten Anlage zugrunde liegt und welche Daten für spätere Ersatzteile benötigt werden.
Wenn Wärmedämmung mit angeboten werden soll, stimmen wir den Umfang mit unseren Partnerfirmen ab. Für die Verkabelung zwischen unseren Schaltschränken und den Einspeise- und Reglerkästen werden vorhandene Kabelwege und Anschlussorte in die Planung aufgenommen. Diese Verkabelungsarbeiten können wir bei vorhandenen Kabelwegen übernehmen; der Umfang wird im Angebot eindeutig beschrieben.
Regelung und Überwachung
Messstellen, Regler und Begrenzer richten sich nach der Heizaufgabe und den Einsatzbedingungen. Wir legen Sensorpositionen, Sollwerte, Alarmmeldungen und Schnittstellen zur übergeordneten Anlage gemeinsam mit Ihnen fest. Bestehende Systeme und die gewünschte Bedienung fließen in das Konzept ein.