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Schaltschränke und Energieverteilung für Begleitheizungen

Steuerungsbau für Begleitheizungen

Bei mehreren Heizkreisen werden Stromverteilung, Schutz, Regelung und Überwachung häufig in projektspezifischen Schaltschränken zusammengeführt. Pro Therm entwickelt Schaltschrankkonzepte passend zur elektrischen Begleitheizung und zu den Anforderungen der Anlage.

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Schutz der Heizkreise

Der Schutz der Heizkreise wird für Heiztechnologie, Stromkreis und Netzform festgelegt. Überstromschutz, Fehlerstromschutz oder Erdschlussüberwachung erfüllen unterschiedliche Aufgaben und werden entsprechend den konkreten Anforderungen ausgewählt.

Festgelegt wird auch, wie ein erkannter Fehler behandelt wird: Meldung, Abschaltung und die Voraussetzungen für eine erneute Freigabe. Die Zuordnung zwischen Schutzgerät und Heizkreis muss für Betrieb und Fehlersuche nachvollziehbar sein.

Temperaturregelung

Regelung und Sensorik werden passend zur thermischen Aufgabe geplant. Die Zuordnung eines Fühlers zu einem oder mehreren Heizkreisen richtet sich nach den tatsächlichen Temperaturbedingungen und dem gewünschten Regelverhalten.

Bei kritischen Prozessen können zusätzliche Begrenzungen und Alarmfunktionen erforderlich sein. Sollwerte, Grenzwerte und Verhalten bei Fühlerfehlern werden vor der Umsetzung abgestimmt und in den zugehörigen Unterlagen festgehalten.

Normenbezug (Stand 14.10.2026): Für eingesetzte industrielle Platin-Widerstandsfühler, etwa Pt100 oder Pt1000, beschreibt DIN EN IEC 60751:2023-06 beziehungsweise IEC 60751:2022 die Kennlinie und Anforderungen an den Fühler. Anschlussart, Genauigkeit und Einbausituation werden passend zur Messaufgabe ausgewählt.

Überwachung und Schnittstellen

Vor der Ausstattung wird geklärt, welche Informationen vor Ort und in der übergeordneten Anlagensteuerung benötigt werden. Je nach Ausführung können Temperaturen, Heizfreigaben, Betriebszustände, Stromwerte und Störungen bereitgestellt werden.

Die Schnittstelle wird mit dem Betreiber oder Anlagenbauer abgestimmt. Dazu gehören die gewünschte Signalart, die Zuordnung zu Heizkreisen und das Verhalten bei einem Ausfall der Verbindung. Der bestätigte Funktionsumfang wird im Projekt festgelegt.

Neben dem Schaltschrank bieten wir auch die Verkabelung zwischen unseren Schaltschränken und den Einspeise- und Reglerkästen an, wenn Kabelwege vorhanden sind. Benötigte Leitungen, Anschlussstellen und die Zuordnung der Heizkreise werden mit der Auslegung und den Plänen abgestimmt. Nennen Sie uns für die Anfrage den Verlauf der vorhandenen Kabelwege und die gewünschten Anschlussgrenzen.

Umgebungsbedingungen

Aufstellort, Umgebungstemperatur, Staub, Feuchtigkeit, Kondensation und Sonneneinstrahlung beeinflussen Gehäuse und Einbauten. Bei einem möglichen Ex-Aufstellort werden die Anforderungen an die konkrete Ausführung gesondert geklärt.

Gehäusegröße und Schutzart werden gemeinsam mit Zugänglichkeit, Leitungseinführung und Wartungsraum bestimmt. Eindeutige Heizkreiskennzeichnung und eine nachvollziehbare Zuordnung von Regler, Fühler und Leistungsabgang erleichtern die spätere Arbeit an der Anlage.

Wärme entsteht auch im Schaltschrank

Schaltgeräte, Netzteile und Leistungssteller geben Wärme im Schaltschrank ab. Für die thermische Bewertung zählen ihre Verlustleistungen, gleichzeitiger Betrieb, Einbauabstände und die Bedingungen am Aufstellort. Eine hohe Schutzart beschreibt für sich allein keine zulässige Innentemperatur.

Gehäuse und Komponenten werden deshalb zusammen ausgewählt. Bei Außenaufstellung werden Sonne und mögliche Kondensation berücksichtigt; projektseitige Einschränkungen für Lüftung oder Kühlung gehören bereits in die Anfrage.

Normenbezug (Stand 14.10.2026): Der Erwärmungsnachweis gehört zur Bewertung nach DIN EN IEC 61439-1/-2:2021-10. Als ergänzende technische Regel beschreibt DIN EN IEC 61439-1 Beiblatt 2:2025-02, auf Basis von IEC TR 60890:2022, ein Berechnungsverfahren. Ob dieses Verfahren für die konkrete Schaltgerätekombination geeignet ist, wird gesondert geprüft.

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