
Elektrische Begleitheizung für Chemie und Petrochemie
Begleitheizung für die Chemieindustrie
Chemische und petrochemische Prozesse stellen hohe Anforderungen an Temperaturhaltung, Anlagenverfügbarkeit und Explosionsschutz. Pro Therm entwickelt und montiert elektrische Begleitheizungen für Rohrleitungen, Tanks, Armaturen und Prozessanlagen weltweit.
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Ex-Bereiche
Viele chemische Anlagen umfassen explosionsgefährdete Bereiche. Heizsysteme, Anschlusstechnik, Regelung und Temperaturbegrenzung müssen deshalb zur jeweiligen Zoneneinteilung und Projektspezifikation passen.
Normenbezug (Stand 14.10.2026): Für elektrische Widerstands-Begleitheizung im Ex-Bereich sind international IEC/IEEE 60079-30-1:2025 und IEC/IEEE 60079-30-2:2025 relevant. DIN führt DIN EN 60079-30-1:2018-04 und DIN EN 60079-30-2:2018-04 weiterhin als aktuelle deutsche Ausgaben. Gerätegruppe, zulässiger EPL, Zündschutzart und Nachweise der konkreten Einheit bestimmen den Einsatz.
Rohrleitungen, Tanks und Armaturen
Neben geraden Rohrstrecken müssen Tanks, Stutzen, Ventile, Pumpen, Filter, Messstellen und weitere Wärmebrücken berücksichtigt werden. Das thermische System endet nicht am Heizkabel. Armaturen und Flansche benötigen oft eine gesonderte Betrachtung, damit dort keine lokalen Kältestellen entstehen. Anschluss- und Fühlerpositionen werden mit Rohrleitungsbau und Isolierung abgestimmt.
Hohe Temperaturen und aggressive Umgebung
Für hohe Prozess- oder Expositionstemperaturen können Widerstands- oder MI-Systeme erforderlich sein. Mantelwerkstoffe und Komponenten werden auf Temperatur, Chemikalienbelastung und Umgebung abgestimmt.
Materialverträglichkeit wird für die tatsächliche Exposition beurteilt: Prozessmedium, Reinigungsmittel und Umgebung können unterschiedliche Anforderungen stellen. Dazu kommen minimale und maximale Temperaturen sowie mögliche Fremderwärmung. Eine pauschale Aussage zur Chemikalienbeständigkeit ersetzt weder die Produktunterlagen noch die Bewertung der konkreten Einbausituation.
Dokumentation und Prüfungen
Industrieprojekte benötigen nachvollziehbare Heizkreislisten, technische Unterlagen, Prüfungen und Dokumentation. Der Umfang wird mit den Projektanforderungen abgestimmt.
Normenbezug (Stand 14.10.2026): Prüfung und Instandhaltung elektrischer Ex-Anlagen werden in DIN EN IEC 60079-17:2024-10 (VDE 0165-10-1), auf Basis von IEC 60079-17:2023, behandelt. Die systembezogenen Hinweise zur Begleitheizung stehen ergänzend in IEC/IEEE 60079-30-2:2025. Für die Erstprüfung von Niederspannungsanlagen in Deutschland ist DIN VDE 0100-600:2017-06 maßgeblich; die internationale Referenz ist IEC 60364-6:2016 einschließlich der Berichtigung von 2017. Produktprüfung, Prüfung der errichteten Anlage und thermischer Betriebsnachweis werden getrennt dokumentiert.
Produktwechsel mitdenken
Ein Wechsel des Mediums kann andere Mindest- und Höchsttemperaturen erfordern. Deshalb werden Sollwerte, zulässige Oberflächentemperatur und Materialverträglichkeit vor einer Umstellung erneut geprüft.
Anfahrbetrieb, Reinigung und Stillstand gehören in die Betriebsbeschreibung. So bleibt erkennbar, für welche Zustände die Auslegung gilt.